Gestern gaben sich 30 seconds to mars in Düsseldorf vor ausverkauftem Haus (7.500 Zuschauer) die Ehre. Die Karte hatte ich meiner Freundin zu Weihnachten geschenkt. Also machten wir uns auf den Weg und waren gespannt – ich, weil ich neugierig war, wie die Band das doch recht elektronische neue Album auf der Bühne präsentiert – sie wahrscheinlich eher wegen Jared Leto
Die Amerikaner brachten zwei Vorbands mit nach Deutschland, beginnen durften LostAlone. Diese drei britischen Schulabbrecher konnten wenig überzeugen, da sie, etwas übermotiviert, ihre Songs durch allerhand Sound-Eskapaden in Krach aufgehen ließen. Vielleicht gerade mal zwei Songs wurden so vorgetragen, dass sie im Ohr blieben, darunter das starke Blood is sharp. Danach kamen Street Drum Corps und der Name war Programm. Ich hätte mir allerdings gewünscht die Jungs aus L.A./California hätten sich mehr Mühe mit ihren Songs als mit ihrer Bühnenshow gegeben. Damit war es lustiger Weise so, dass bis zum Auftritt der Hauptband, die beste Musik aus der Konserve kam. Während der Auf- bzw. Umbauphasen schallten Incubus aus den Boxen! Als es dann endlich mit 30 seconds to mars losging, gab es auch mal Unterhaltung fürs Geld. Ich war zufrieden, denn es gab eine Rockshow und kein Pop-Konzert. Die vielen, vielen Mädels in der Halle himmelten den berühmten Frontmann an, der auch zwischendurch ins Publikum kam und sich überhaupt nicht kontaktscheu gab. Nur ich fand, dass er mit der Frisur und der üblen, engen grauen Jeans am Essener Hauptbahnhof kaum aufgefallen wäre… Musikalisch konnte man gar nicht meckern, die Songs des aktuellen Albums This Is War und des Vorgängers A Beautiful Lie kommen live super rüber und hin und wieder wurde die Band von den Trommlern der Street Drum Corps unterstützt. Einen Akustik-Part gab es auch: Jared spielte allein auf dem Oberrang inmitten der Fans Hurricane. Vom etwas härteren selbstbetitelten Debütalbum wurde zwar nur ein Song gespielt, aber dennoch war das gestern ein abwechslungsreicher Auftritt mit einer wunderbaren Bühnenshow. Einziges Manko: das Gekreische der kleinen schmachtenden Mädchen, aber was will man machen;-)
Fotos gibt`s hier: http://www.wdr.de/Fotostrecken/einslive/musik/Konzertgalerien/2010/03/30_seconds_to_mars.jsp?hi=%DCbersicht

